Wir sind eine Baustelle - und wir bleiben wie wir sind.

Wir sind eine Gruppe von Enthusiasten (neudeutsch: "Nerds"), die ihre Freizeit der Instandsetzung alter Bergbauanlagen und Grubenbahnen verschrieben hat. Besucherführungen bieten uns die Möglichkeit, die Ergebnisse unserer Arbeit interessierten Menschen vorzustellen, Spenden zur Finanzierung dieser Arbeit zu sammeln und neue Mitarbeiter zu werben. Im Gegensatz zu den großen in der Liga der Besucherbergwerke läuft bei uns alles ehrenamtlich, überschaubar, flexibel und vor allem effizient ab. Wir bevorzugen kleine Gruppen und persönlichen Kontakt. Allerdings stellen wir damit auch Anforderungen an unsere Besucher.

Wichtige Projekte wurden von uns in den vergangenen Jahren abgeschlossen, um eine gefahrlose Befahrung des Stollens zu ermöglichen. Dazu zählt eine Komplettsanierung der Entwässerung, die Sanierung des alten Stahlausbaus im vorderen Stollen und das Entfernen von Massen an hereingebrochenen Gesteins. Dabei soll der Stollen möglichst original erhalten bleiben. Das heißt: Sie benötigen unbedingt schmutzunempfindliche Kleidung und festes geschlossenes Schuhwerk; also Arbeitsschuhe, Wanderstiefel oder Gummistiefel. Dies gilt umsomehr nach längeren Regenperioden. Da wir naturgemäß mit der Sanierung des Stollens am Mundloch beginnen, wird ein Gang durch den Stollen zusehends einfacher.  In einigen Jahren möchten wir auch mit der Grubenbahn unter Tage einfahren. Derzeit arbeiten wir die Fahrzeuge auf und bereiten die behördlichen Genehmigungsverfahren vor. Bis dahin ist Laufen angesagt. Das Komplettprogramm wird 800 m Strecke enthalten. Sind Sie schlecht zu Fuß oder gehbehindert müssen Sie auf eine Tour bei uns leider verzichten. Kinder sind bei uns gerne gesehene Gäste. Bedenken Sie aber bitte, dass wir kein Vergnügungspark sind, sondern Bergbaugeschichte vermitteln. Kleinkinder können weder die langen Strecken laufen noch verstehen, um was es hier geht. Nach Absprache können wir Führungen nach Ihren Wünschen organisieren (Fotos, Filmkulisse, besondere Themen). Schreiben Sie uns an - bei uns geht nicht alles, aber wir sind flexibel.

Sie müssen sich dem Stollen anpassen - nicht der Stollen sich ihnen.

Haben Sie sich schon einmal darüber nachgedacht, was Ihnen manche Besucherbergwerke als "originalen Bergbau" verkaufen? Durchgehend hell beleuchtete Stollen. Eine schlecht gepflegte Bahn wird als "im Betriebszustand erhalten" angepriesen. Ruheständler bessern sich durch Führungen ihre Rente auf und schwelgen in Klischees von Glückauf brüllen und Schnaps saufen. Massenbetrieb!

Abgeschreckt von solchen Erfahrungen haben wir unser Bergwerk sehr schonend saniert. Wo es möglich war, wurde die Originalsubstanz erhalten. Eine durchgehende Beleuchtung gab es in unserem Stollen nie. ihr Betrieb würde hohe Kosten verursachen. Für die Tour leihen wir Ihnen einen Helm mit Kopfleuchte - ganz wie es früher auch war. Der Querschnitt des ehemaligen Hauptförderstollens beträgt 3,3 m x 2,5 m. Sie müssen sich nicht bücken und Sie erleben den Stollen so, wie ihn auch der Bergmann im Jahr 1968 gesehen hat. Unsere Grubenführer haben zum Teil selbst noch im Bergbau gearbeitet und beschäftigen sich in der Freizeit mit Montangeschichte. Sie wissen wie es ist, jeden Meter des Besucherweges dem Berg abzuringen. Die maximale Gruppengröße definiert sich über die Anzahl unserer Grubenlampen, derzeit 40 Stück . Selbstverständlich können Sie auch Ihren eigenen Helm und Geleucht für eine Befahrung mitbringen.

Und was bieten wir Ihnen?

"Eine langweilige gerade Röhre" hat ein Kollege in Clausthal bei Beginn unserer Aufwältigungsarbeiten den Schroederstollen genannt. Das kann man so sehen. Bei genauerer Betrachtung bietet diese Anlage aber viele interessante Anknüpfungspunkte. Da wäre zuerst einen unsere reguläre Führung. Ihr Thema ist die Bergbaugeschichte des Salzgitter-Höhenzuges am Beipiel der Grube Georg-Friedrich und der Ilseder Hütte (Heute: Salzgitter AG), Entstehung der Erzlager, Bau und Betrieb des Schroederstollens. Auch die Erzbahn und die Grubenbahnsammlung sind Schwerpunkte. So möchten wir künftig zu verschiedenen unter "Termine" angekündigten Fahrtagen unsere Fahrzeuge soweit wie möglich in Betrieb präsentieren. An solchen Tagen geht es hauptsächlich um Grubenbahngeschichte.

Mit den fortschreitenden Arbeiten erschliessen wir im Stollen einen repräsentativen Querschnitt durch die geologische Struktur des Salzgitter-Höhenzuges. Derzeit sind die Schichtenfolgen vom Emschermergel bis zum Flammenmergel aufgeschlossen. Besonders prachtvoll präsentieren sich 600 m im Berg die den Stollen querenden Rotpläner-Schichten. Nach Absprache sind Führungen mit geologischem Schwerpunkt möglich.

Für die Führung nehmen wir keinen Eintritt, erwarten aber eine Spende, mit der wir den Betrieb unserer Anlage finanzieren. Auch wir müssen im täglichen Geschäft Versicherung, Strom, Diesel, usw. bezahlen.

Sie möchten noch etwas mehr erfahren? Fragen Sie uns. Gerne lassen wir uns auch helfen. Grünpflege, Fahrzeugwartung, bergmännische Arbeiten. Sprechen Sie mich an.

Öffnungszeiten und Wegebeschreibung finden Sie hier.