Wir sind eine Baustelle - und wir bleiben wie wir sind.

Wir bieten eine Führung mit den Schwerpunkten Bergbau- und Technikgeschichte, aber vielleicht haben Sie andere Vorstellungen von unserem Besucherbetrieb? Lesen Sie sich die folgenden Hinweise durch und entscheiden Sie selbst.

Wichtige Projekte wurden von uns in den vergangenen Jahren abgeschlossen, um eine gefahrlose Befahrung des Stollens zu ermöglichen. Dazu zählt eine Komplettsanierung der Entwässerung (heute brauchen Sie keine Wathose), die Sanierung des alten Stahlausbaus im vorderen Stollen (Ihnen fällt nichts auf den Kopf) und das Entfernen großer Massen an hereingebrochenem Mergel (Sie können bequem ebenerdig laufen). In den nächsten Jahren werden wir Gleise im Stollen verlegen, Pfützen beseitigen und Schotter einplanieren. Das heißt: Sie benötigen unbedingt schmutzunempfindliche Kleidung und festes geschlossenes Schuhwerk; also Arbeitsschuhe, Wanderstiefel oder Gummistiefel. Dies gilt umsomehr nach längeren Regenperioden. Da wir naturgemäß mit dem Einbringen des Schotters am Mundloch beginnen, wird eine Grubenfahrt im Stollen zusehends einfacher, aber bis dahin ist erstmal nur ein Blick in das Stollenmundloch möglich. Mit dem fortschreiten der Arbeiten werden wir mit Ihnen auch in den Stoillen gehen.. In einigen Jahren möchten wir auch mit der Grubenbahn unter Tage einfahren. Derzeit arbeiten wir die Fahrzeuge auf und bereiten die behördlichen Genehmigungsverfahren vor. Bis dahin ist Laufen angesagt. Das Komplettprogramm wird 800 m rein und wieder raus enthalten. Sind Sie schlecht zu Fuß oder gehbehindert müssen Sie auf eine Tour bei uns leider verzichten. Kinder sind bei uns gerne gesehene Gäste. Bedenken Sie aber bitte, dass wir kein Vergnügungspark sind, sondern Bergbaugeschichte vermitteln. Kleinkinder können weder die langen Strecken laufen noch verstehen, um was es hier geht. Für Gruppen können wir aber nach Absprache Führungen mit einem an Ihre Wünsche angepaßten Umfang durchführen. Schreiben Sie uns an - wir sind flexibel. (Bild: Manuel Tappe)

Sie müssen sich dem Stollen anpassen - nicht der Stollen sich ihnen.

Haben Sie sich schon einmal darüber nachgedacht, was Ihnen manche Besucherbergwerke als "originalen Bergbau" verkaufen? Durchgehend hell beleuchtete Stollen. Eine schlecht gepflegte gammelige Bahn wird als "im Betriebszustand erhalten" angepriesen. Ruheständler bessern sich durch Führungen ihre Rente auf und schwelgen in Klischees von Glückauf brüllen und derben Sprüchen. Massenbetrieb eben.

Abgeschreckt von solchen Erfahrungen haben wir unser Bergwerk sehr schonend saniert. Wo es möglich war, wurde die Originalsubstanz erhalten. Eine durchgehende Beleuchtung gab es in unserem Stollen nie und würde hohe Kosten verursachen. Für die Tour leihen wir Ihnen einen Helm mit Kopfleuchte - ganz wie es früher auch war. Der Querschnitt des ehemaligen Hauptförderstollens beträgt 3,3 m x 2,5 m. Sie müssen sich nicht bücken und Sie erleben den Stollen so, wie ihn auch der Bergmann gesehen hat. Unsere Grubenführer haben zum Teil selbst noch im Bergbau gearbeitet oder beschäftigen sich in der Freizeit mit Montangeschichte. Sie wissen wie es ist, jeden Meter des Besucherweges dem Berg abzuringen. Wir haben derzeit 40 neue Grubenlampen und damit ist auch die maximale Gruppengröße definiert. Selbstverständlich können Sie auch Ihren eigenen Helm und Geleucht für eine Befahrung mitbringen.

Und was bieten wir Ihnen?

"Eine langweilige gerade Röhre" hat ein Kollege in Clausthal bei Beginn unserer Aufwältigungsarbeiten den Schroederstollen genannt. Bei genauerer Betrachtung bietet diese Anlage aber viele interessante Anknüpfungspunkte. Da wäre zuerst einmal unsere reguläre Führung. Ihr Thema ist die Bergbaugeschichte des Salzgitter-Höhenzuges am Beipiel der Grube Georg-Friedrich und der Ilseder Hütte (Heute: Salzgitter AG), Entstehung der Erzlager, Bau und Betrieb des Schroederstollens. Auch die Erzbahn und die Grubenbahnsammlung sind Schwerpunkte. So möchten wir künftig zu verschiedenen unter "Termine" angekündigten Fahrtagen unsere Fahrzeuge soweit wie möglich in Betrieb präsentieren. An diesen Tagen geht es hauptsächlich um Eisenbahngeschichte. Fragen gegenüber sind wir aufgeschlossen - so können wir die Tour sehr individuell gestalten. Fotografen sind gerne gesehen. Auch Ihnen können wir nach Absprache Touren anbieten, bei denen wir ausführlich Zeit zum Fotografieren geben.

Mit den fortschreitenden Arbeiten erschliessen wir im Stollen einen repräsentativen Querschnitt durch die geologische Struktur des Salzgitter-Höhenzuges. Derzeit sind die Schichtenfolgen vom Emschermergel bis zum Flammenmergel aufgeschlossen. Besonders prachtvoll präsentieren sich 600 m im Berg die den Stollen querenden Rotpläner-Schichten. Nach Absprache werden spezielle Führungen mit geologischem Schwerpunkt möglich sein.

Unsere Arbeiten laufen ehrenamtlich. Auch für die Führung nehmen wir keinen Eintritt, erwarten aber eine Spende, mit der wir den Betrieb unserer Anlage finanzieren. Auch wir müssen im täglichen Geschäft Versicherung, Strom, Treibstoff, usw. bezahlen.

Sie möchten noch etwas mehr erfahren? Gerne können Sie uns bei der Aufwältigung des Stollens helfen. Sprechen Sie mich an.

Öffnungszeiten und Wegebeschreibung finden Sie hier.