September 2026: Zum Monatsanfang kam unsere Lok 32 aus ihrem Zwischenlager in Rheine an. Die Ex-Ramsbeckerin befindet sich in gutem Zustand, ist aber von den Vorbesitzern weitgehend ausgeschlachtet worden. Mit ihren 4 t Gesamtgewicht ist die Akkulok prädestiniert für Einsätze auf leichtem Baugleis bei der weiteren Aufwältigung des Stollens. Sie soll über den Winter umgespurt und aufgearbeitet werden. Glücklicherweise haben wir die Fehlteile in ausreichender Anzahl und Qualität iin unserem Lager vorrätig.

Unter Tage wurde inzwischen die zweite Weiche im Bahnhof Schneeberg eingebaut..

Und direkt anschließend der nächste Gleisbogen als Ausziehgleis zum Umsetzen der Fahrzeuge im Bahnhof. Langsam nähert sich das LEADER-Projekt seiner Vollendung. Wir haben ziemlich genau ein Jahr gebraucht, um das Material heranzuschaffen und im Stollen zu verbauen. Natürlich fehlt noch das Umfahrgleis und der Schotter, aber das ist dann wieder Vereinsangelegenheit.

 Vor 100 Jahren

08.09.1926: Das Bergamt Goslar erkundigt sich bei der Baudirektion Braunschweig, ob die im Januar von der Ilseder Hütte eingereichte Dienstanweisung inzwischen geprüft und an die Eisenbahndirektion Magdeburg weitergereicht worden ist. Falls nicht, wird um beschleunigte Erledigung gebeten, damit die Anweisung letztlich auch nach Goslar zur abschließenden Prüfung gelangt.

09.09.1926: Von der Ilseder Hütte geht beim Bergamt Goslar eine Stellungnahme zur ausstehenden Genehmigung der Dienstanweisung Bahnbetrieb ein. Demnach befindet sich die Anweisung noch immer zur Prüfung beim braunschweigischen Regierungsrat Hesse, der eine umgehende Bearbeitung zusagt, allerdings bittet, die Abschlußbefahrung der Erzbahn nicht vor dem 27.09. vorzunehmen, da er bis dahin verhindert sei. Die Ilseder Hütte steht für die Befahrung jederzeit bereit, verweist aber auf einen in Ausarbeitung stehenden Antrag, in dem die Umstellung der Erzbahn auf elektrischen Betrieb vorbereitet wird. Nach Durchführung dieser Arbeiten wird eine erneute Abnahmebefahrung nötig sein, was das Oberbergamt bei seiner Terminplanung bedenken möge.

21.09.1926: Erneute Erinnerung vom Bergamt Goslar an die Baudirektion Braunschweig wg. Erledigung der Dienstanweisung.

29.09.1926: Das pr. Oberbergamt Clausthal schreibt an das Bergamt Goslar, daß der bisherige Betrieb der Erzbahn ohne behördlich genehmigte Dienstanweisung aus sicherheitlichen Gründen nicht länger zugelassen werden könne und fordert weitere Schritte zur Erlangung der Dienstanweisung unter Verweis auf dieses Schreiben. Nötigenfalls folge eine „ernstliche“ Beschwerde an die Reichsbahndirektion Magdeburg als vorgesetzte Stelle des Braunschweigischen Eisenbahnkommissars. Das Bergamt Goslar setzt dementsprechend am selben Tag ein weiteres Schreiben nach Braunschweig auf.