Juli 2019: An der Böschungsmauer oberhalb des Stollenportals hat das vordringende Grün in den letzten Jahren wiederholt zu ausführlichen Entkrautungsaktionen geführt, die jeweils viele Arbeitsstunden gebunden haben. Unser Beschluß war, in diesem Jahr endlich die Sanierungsarbeiten an den beiden Stolleneingängen fortzusetzen. Dazu werden die Unkräuter aus den Steinfugen entfernt, die Fugen tiefgreifend gereinigt und schließlich mit Traßfugenmörtel ausfgefüllt. Diese Arbeit bindet viele Arbeitsstunden und ist gerade bei heißem Wetter nur in den kühlen Morgenstunden durchführbar. Trotzdem wird sie langfristig den Pflegeaufwand am Stollenportal verringern.

Wie man Online und gedruckt lesen konnte, hat uns ein Trupp rumänischer Strauchdiebe 4-5 t Weichenteile und Kleineisen gestohlen. Der Schaden ist immens - Schrottwert vielleicht 1.000 €, der Materialwert von 12-15 zerlegten Weichen in S33-Profil 30.000-45.000 €. Das Kennzeichen des Täterfahrzeugs ist bekannt, das Foto eines Täters von unserer Kameraüberwachung gemacht. Und das war es leider auch - keine Festnahmen, keine Spur vom Material. Folgerichtig müssen wir die Maßnahmen zum Schutz vor Dieben und Vandalen verstärken. In einer Sofortmaßnahme hat Robert unsere Videoüberwachung massiv ausgebaut; einen vierten Beleuchtungsmast haben wir binnen zwei Wochen zusammengebaut und aufgestellt und aktuell laufen Planungen, die Zuwegungen zum Gelände mit Zaun und Tor massiv abzusperren. Das bindet natürlich Kapital und Zeit, welche eigentlich in den untertägigen Ausbau (60 Leitplanken werden benötigt) und die Sanierung des Portals gesteckt werden sollte. Und langfistig ist es notwendig, dass wir uns konkrete Gedanken über den Aufbau eines vierständigen langen Lokschuppens neben der Halde am Schneebergweg machen, um unsere Fahrzeugsammlung nach Aufarbeitung geschützt unterstellen und präsentieren zu können.

Das unsere Ruhrthaler G42z inzwischen wieder zusammenwächst, zählt schon wieder zu den erfreulichen Meldungen. Die Montage des hinteren Puffers vermittelt allmählich wieder das Aussehen einer Grubenlok. Das.Getriebe ist einbaufertig, die Zentralschmierung funktioniert wieder, den Motor hat Holger von Ölschlamm und mindestens 12 Jahre altem Motoröl befreit. Wir sind guten Mutes, die Lok zum Besuch des Internationalen Feldbahntreffens im Oktober in Betrieb vorführen zu können.

Grillen muß man ja auch mal wieder, aber nicht bei Temperaturen um 30°C. Wir nutzen unsere natürliche Klimaanlage und sitzen bei ca. 15°C im Stollenmundloch. Seehr angenehm!