
Juni 2026: Vor dem Stollen grünt und blüht es.

Im Stollen gibt es Grund zum Feiern: Mitte Mai erreichen wir mit dem Verlegen der goldenen Schwelle eine Gesamtlänge von insgesamt 2.000 m Gleis über und unter Tage. Chapeau an die Mannschaft!

Unter Tage wurden seit September 2025 450 m Gleis im Profil S30 neu verlegt. Schotter- und Stopfarbeiten folgen im Herbst
Damit ist der erste Bauabschnitt vollendet und wir beginnen mit dem Aufbau der Bahnhofsgleise unter dem Schneeberg. Im Bild seht ihr die in den Bahnhofsbereich einführende Kurve. Dahinter wird in den nächsten Wochen die erste Weiche eingebaut. Zwischendurch besuchen wir aber noch einen Kurs über Vereinsfinanzen und Steuerecht, führen unsere Jahreshauptversammlung durch und machen ein wenig Urlaub. Muß ja auch mal sein.
Vor 100 Jahren
09.04.1926: Die Ilseder Hütte
reagiert auf die Beschwerde des Landwirts Alpers vom 15.03.1926. Alpers bringe
unsinnige Behauptungen vor. So könne von einer Mahnung des Amtsgerichts
Liebenburg gegen die Ilseder Hütte keine Rede sein. Verändert wäre nicht das
Land des Alpers, sondern die Form des enteigneten Landes unter Wahrung der
enteigneten Flächengröße. Dafür habe der Enteignete seine Zustimmung gegeben,
nachdem er eingesehen hätte, daß diese Änderung für ihn den Vorteil einer
Verbesserung bringen würde. Die Zustimmung erfolgte gegenüber dem vereidigten
Landvermesser durch den Schwiegersohn des Enteigneten, Herrn Reuer, der dazu
eine einwandfreie Vollmacht vorlegte. Da Alpers nun versuche, diese Vereinbarung
über den Umweg des Bergamtes zu widerrufen, indem er behaupte, er sei durch den
Landvermesser getäuscht worden, habe man sich entschlossen, wieder genau den in
den Enteignungsplänen beschriebenen Zustand endgültig herzustellen.
Auf dem
Weg werden selbstverständlich keine Weichen verlegt. Ob diese Weichen auf dem
Land des Beschwerdeführers oder auf Pfarrländereien verlegt werden, sei
nebensächlich. Die Oberleitung werde den fraglichen Weg in der vorgeschriebenen
Höhe von 5 m kreuzen.
02.07.1926: Die Illseder Hütte
reicht beim Bergamt einen Lageplan des Bahnhofs Groß Döhren ein, aus dem die
ursprüngliche Gleislage entsprechend der Genehmigung vom 20.12.1924 und die
beabsichtigte Änderung im Bereich des Grundstücks des Herrn Alpers hervorgeht.
Verschieben möchte man die Weichen, damit entsprechend der Genehmigung des
Bergamts vom 03.04.1926 für die Aufstellung der Erzzüge mit 60 Wagenachsen die
benötigte Gleislänge geschaffen wird. Ebenfalls soll Gleis 5 mit ausgeführt
werden. Dabei bleibt die Gleislage in Bereich des Herrn Alpers (km 14,4 + 40 bis
14,5 + 40) entsprechend dem genehmigten Plan von 1924 die gleiche. Verändert
wird der Plan nur zwischen km 14,5 + 40 bis 14,6 + 40. Um Genehmigung wird
gebeten.