April 2022: Ende März laufen die letzten Richt- und Schotterarbeiten an Gleis 1a. Weiche 20 hat einen Stellbock bekommen, das Gleis ist inzwischen vorgestopft und befahrbar.

Das warme Frühlingswetter ermöglicht die weitere Aufarbeitung von Lok 22. Die vor gut einem Jahr als betriebsfähig verkaufte Lok widersetzte sich bisher erfolgreich allen Startversuchen. Wir stellten Wasser und Laub in Tank und Kraftstoffanlage fest, ebenfalls Wasser in der Einspritzpumpe, alles verbunden mit dem bekannten Rost-Ölschlamm-Wasser-Bodensatz. Die Einspritzdüsen bekamen Diesel, öffneten aber nicht.

Nachdem wir im letzten Jahr Tank, Leitungen und Filter gereinigt hatten, sollte es nun an die Einspritzdüsen gehen. Und hier zeigte sich schnell: Da paßte nichts mehr durch. Außerdem saßen die Düsennadeln fest und in ein Düsenloch hatte die Nadel einen winzigen Metallsplitter eingehämmert (Lochdurchmesser Düse 0,3 mm).

Mit Hilfe von Petroleum, Putztüchern und Polierpads und ein wenig Feinmechanik sind die Düsen wieder sauber, gängig und liefern im Prüfstand ein einwandfreies Spritzbild.

Als nächstes steht die Grundreinigung der Einspritzpumpenmechanik an. Über das, was da aus dem Ölablaß herauskam, schweigt des Sängers Höflichkeit. Um aber in die Pumpe vorzudringen, muß der Frontdeckel abgenommen werden, der wiederum vom Flansch des Auspuffkrümmers behindert wird. Letzterer ist verdreht montiert worden, und um das zu korrigieren, muß der gesamter Motorblock "mal eben" um 0,5 cm angehoben werden. Abgesehen davon ist noch die Kühlwasserleitung verstopft... Wir hoffen, im Frühsommer die erste Runde aus eigener Kraft fahren zu können. Trotz allem - es bereitet viel Spaß, dieser alten Lok (Bj. 1933) wieder Leben einzuhauchen.