Februar 2026: Der Winter hat uns voll im Griff. Zumindest über Tage.

100 m hinter dem Stollenportal haben unsere Vorfahren 50 m ihres alten Gleises liegen gelassen. Die müssen raus, bevor das neue Gleis verlegt wird. Da wir dort keine schweren Maschinen einsetzen können, bleibt nur anstrengende Handarbeit mit Brenner, Stockwinden, Brechstangen und Vorschlaghammer. Immerhin ist hier die Temperatur mit 10°C über Null deutlich angenehmer als draußen.

Nachdem die alten Schienen entfernt sind, kann es mit der Montage des nächsten Gleisjochs weitergehen. Den Bauzug mit allen Kleineisen hatten wir wohlweislich schon vor den Schneeschauern im Stollen geparkt.

 

Und was macht man sonntags?.Die ganz unentwegten räumen den Stollen auf. Hier werden große Löser im 2. Verbruch angebohrt und zerkleinert. Auch wenn hier kein Besucher unterwegs sein wird, müssen doch regelmäßig Wartungsarbeiten wie das Freihalten des Wasserkanals oder das Beräumen kritischer Stellen durchgeführt werden. Eine gute Zuwegung ist dafür Grundvoraussetzung.

 Vor 100 Jahren

16.12.1925: Heute fand die endgütige Abnahme der Bahnhofsanlagen am Stollenmundloch in Groß Döhren statt, nachdem bereits am 25.11. eine vorläufige befristete Betriebserlaubnis aufgrund der damaligen Abnahme erteilt wurde. Bemerkt wird, daß das 5. nördlichste Gleis noch nicht zur Ausführung kam und in absehbarer Zeit auch nicht gebaut werden wird. Für den gegenwärtigen Betrieb reichen die vorhandenen vier Gleise (Ein- und Ausfahr, Umfahr- und Aufstellgleis).

17.01.1926: Bergrat Bornhardt, beim OBA in Clausthal situiert, fordert die Höhe der Gesamtkosten des Bahnbaus Calbecht – Groß Döhren an, um die endgültige Höhe der amtlichen
Abnahmegebühr bestimmen zu können. Diese war im November vorläufig auf 2000 RM festgesetzt worden.