Februar 2017: Wie habe ich auf einer vorhergehenden Seite geschrieben: Wir können auch 1:87. Vorbilder habe wir genug. Zeichnungen und Skizzen von einigen Fahrzeugen ebenfalls.

Mitunter sind aber auch wir maßlos. Im November 2017 vermessen und fotografieren Holger und ich einen unserer 8-Sitzer. Über Holger gingen die Daten an die niederländische Firma Artitec - Modellbauern ein Begriff für zahlreiche gelunge Modellumsetzungen aus den Bereichen Bahn, Baumaschinen, Wehrtechnik und viel mehr. Die Mitarbeiter dieser Firma entwarfen auf Basis unserer Daten einen Grubenzug im Maßstab 1:87 und der Spurweite H0f, also entsprechend den üblichen 600 mm. Das daraus entstandene Modell aus Resin und Ätzteilen gab sich wie folgt:

Holgers jahrelange Erfahrung mit Modellbausätzen und Lackierung veränderten das Zwischenergebnis zu einem endgültigen Resultat:

Man beachte die Detailtreue! Die Kupplungen einwandfrei, die Blaulichter zum Anzeigen des Personenzuges vorhanden, bis hin zu den Rostspuren - perfekt. Und die Modelle können als Neuheit 2018 ab sofort bei Artitec bestellt werden (Siehe auch deren Neuheitenprospekt 2018).

Wer hätte das gedacht: Bisher standen in meinem Hobbykeller Modelle von großen Lokomotiven; jetzt steht in meinem Bahnhof das Vorbild für eine Modellbahn. Detaillierte Fakten zu den Vorbildern können unter der Rubrik "Grubenbahn" abgerufen werden. Ergänzend stelle ich hier aktuelle Fotos ein.

Hier also unsere Deutz GZ30B, mitunter auch als A2M517 bezeichnet, die ihr Arbeitsleben im Steinkohlenbergbau auf Zeche Gneisenau in Dortmund verbrachte und uns auf mehreren Umwegen als 1. Lok der Sammlung erreichte. Ähnliche Maschinen fahren beispielsweise in Eisenbahnsammlungen wie der Grube Fortuna, Ottiliaeschacht und Guldental. Allerdings hat nur unsere Maschine das typisch abgesetzte Dach (wenn noch ein Dach drauf ist).

Zwei der Personenwagen von Zeche Westfalen standen 2008 noch auf dem Lagerplatz eines Bergbaumuseums, welches diese freundlicherweise an uns übergab. Es waren ja keine originalen Personenwagen des Bergwerks und man wollte seine Kräfte auf den Erhalt der zahlreichen originalen Exponate konzentrieren. Auf dem Foto sieht man übrigens sehr schön den weißen Warnanstrich, den die Wagen auf Westfalen bekommen hatten.

Einer der beiden Förderwagen wurde im Februar 2014 von einem ehemaligen Rammelsberger Steiger an uns übergeben. Die Tatsache, dass seine ehemalige Vorgartendekoration nun als Vorlage für ungezählte verkleinerte Repliken dient, hätte dem verstorbenen Kollegen sicher Freude bereitet. (Von links: Stefan Dützer, Holger Dudei, Hans-Jörg Wurm, Simon Hahn).