Januar 2018: Am 11. März 1958 entgleiste 150 m vor dem Stollenmundloch eine Lokomotive. Dabei wurde der Ausbau auf etwa 5 m Länge stark beschädigt. Sofern die Baue nicht gerichtet werden konnten, setzten die Bergleute neue Türstöcke in gleicher Weise wie die vorhandenen. Allerdings vergaß man, Unterlegplatten unter die Stempel zu legen, was zur Folge hatte, daß die Stempel mit den Jahren in die Sohle einsanken. Dabei war insbesondere die rechte Seite im Bereich des Wasserkanals sehr weit abgesunken. Zu weit, um noch Verzugsbleche auflegen zu können.

Im Laufe des Jahres 2017 erreichte unsere Baustelle im Stollen den beschädigten Bereich. Selbstverständlich wurde in einer ersten Maßnahme das auf und neben den Bauen liegende nachgefallene Gestein beräumt.

Da der erste Bau deutlich unter dem Niveau der Ausbaufirste lag, konnten wir im nächsten Schritt 4,30 m lange Leitpplanken als Firstsicherung über die drei abgesackten Baue einziehen.

Unter dem Schutz des neu eingebrachten Verzuges wurde nun die Sohle freigelegt und mit Drehstützen die Türstöcke einseitig angehoben.

Nach einem Tag Arbeit waren die Kappen wieder auf ihre ursprüngliche Höhe gebracht. Bei den nächsten Arbeitseinsätzen werden neue Unterlegplatten unter die Stempel gesetzt und der Hohlraum darunter mit Beton verfüllt. Parallel dazu laufen die Verzugsarbeiten und das Aufwältigen der Sohle weiter