Beim Wiederaufbau der Gleisanlagen des Bahnhofs Groß-Döhren orientieren wir uns möglichst an den Vorgaben des alten Gleisplans. Neben dem Wunsch, dem historischem Vorbild möglichst nahe zu kommen, bietet diese Vorgehensweise den Vorteil, unsere Gleise auf bestens trassiertem und verdichtetem Untergrund verlegen zu können. Tiefes Ausschachten, Einbringen von Drainagematerial, usw. entfallen. Allerdings müssen auch wir Kompromisse eingehen.

Wir betreiben keinen Förderbetrieb im alten Sinne und benötigen daher keine 5 Aufstellgleise und keinen Lokschuppen mit Bahnstromversorgung. Daher liegen die Gleise 1 bis 5 tatsächlich an der gleichen Stelle wie ihre Urahnen. Gleis 4 bleibt allerdings vorerst Stumpfgleis, um Gastfahrzeuge einfach abladen zu können. Gleis 5 wird südlich nicht direkt an die Bahnhofseinfahrt angebunden, sondern ermöglicht eine direkte Fahrt vom Bahnhof zur Zufahrt Schneebergweg. Einem ähnlichen Zweck dient die Diagonalverbindung zwischen den Weichen 18 und 13, welche den direkten Übergang von Bergezügen aus dem Stollen auf das Absetzgleis bzw. die Spitzkehre zur Halde ermöglicht. Völlig aus der Luft gegriffen sind außerdem die Gleise 7 und 8 mit dem Lokschuppen sowie die Abstellgruppe an der Zufahrt Schneebergweg. Da wir für den Wiederaufbau des ehemaligen Lokschuppens (Gleis 8) in absehbarer Zeit weder finanzielle noch personelle Kapazitäten haben werden, dort auch nur drei Loks hintereinander Platz fänden, müssen wir mittelfristig Abstellraum schaffen, und diesen möglichst überdacht. Ebenso fiktiv ist der bei 400m im Stollen aufzubauende Bahnhof Schneeberg, wo in einigen Jahren Besucher die Grubenbahn zu einer Führung durch den Stollen verlassen sollen.

(Durch Anklicken der Zeichnung wird eine grössere Version des Gleisplans in einem separaten Fenster geöffnet. Zeichnung: Hans-Jörg Wurm)